Paderseeumflut – Durchstich am 10.10.2018

Der letzte Durchstich der Paderseeumflut erfolgte am 10.10.2018 . Die Pader ist nun durchgängig und durchfließt den Padersee nicht mehr. 

Der Padersee wird in Zukunft vom Grundwasser gespeist werden und dient weiterhin als Hochwasserrückhaltebecken.

Die Pader durchfloss seit 1980 den Padersee. Die entstandenen Probleme waren vielfältig.

Durch die fehlende Durchgängigkeit am Auslaufbauwerk konnten Fische nicht aufsteigen um zu Laichgebieten zu wandern oder die Pader komplett zu besiedeln. Die Verschlechterung der Gewässergüte durch hohe Wassertemperaturen in der Pader unterhalb des Sees sowie hohe Nährstoffeinträge waren schlecht für das Gewässer.

 

Der Padersee war eine Sedimentfalle. Der Rückhalt der mitgeführten Geschiebe war schlecht für das Gewässer. Das Volumen des Padersees verringerte sich durch Ablagerungen um 1.100 Kubikmeter pro Jahr, das sind 3 Kubikmeter pro Tag.

Der Paderborner Angelverein sieht in der Paderseeumflut einen Grundstein für eine positive ökologische Entwicklung der Pader und dem oberhalb gelegenen Rothe-bachsystem. Insgesamt sind mehr als 25 km Flusssystem nach der Fertigstellung wieder mit der Lippe verbunden.

Die heimischen Fische wie Bachforelle, Äsche, Aal und Koppe haben nun wieder die Möglichkeit im Gewässer aufzusteigen und in der Pader, sowie in den kleinen Nebenflüssen wie Rothebach und Springbach abzulaichen und sich in den neuen Lebensräumen anzusiedeln. Ein wichtiger Faktor zum Aufbau eines Fischbestandes. 

Vielleicht siedeln sich auch wieder Fische wie das Bachneunauge, der Hasel oder die Elritze an, die bisher nicht mehr in der Pader anzutreffen waren.

Die Entwicklung des Padersees ist abzuwarten. Sicher ist es, dass die Fischarten sich ändern werden.

Der Padersee hat momentan noch einen hohen Bestand an Bachforellen. Die Bachorellen werden nach der Trennung des Sees von der Pader isoliert sein und können nicht mehr heraus schwimmen.
Die Bachforelle hat einen hohen Sauerstoffbedarf. Da kein kaltes, sauerstoffreiches Paderwasser mehr in den See fließt, wird die Temperatur des Gewässers steigen und an warmen Tagen kann der Sauerstoffgehalt so stark sinken, dass die Forellen verenden würden. Nach Rücksprache mit Herrn Schröder vom Amt für Umweltschutz und Grünflächen der Stadt Paderborn soll gemeinsam eine Lösung zum Umsetzen der Forellen erarbeitet werden.

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Quelle: NZO GmbH

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